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Malawi: Ernährung und Einkommen für extrem arme Familien

Der Weg in ein besseres Leben

Projektinfo

Fast keine Einkommensquellen 

Malawi ist ein ländlich geprägtes Binnenland in Süd-Ost Afrika mit ca. 19 Mio. Einwohnern. Die malawische Regierung hat in den letzten Jahren viele Reformen umgesetzt, um die soziale und wirtschaftliche Entwicklung zu stärken. Dennoch lebt die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Die Weltbank sieht die Ursachen in der geringen Produktivität des Agrarsektors, in dem 76 Prozent der Bevölkerung ihren Lebensunterhalt verdienen. Vier Fünftel der landwirtschaftlichen Betriebe sind kleinbäuerliche Haushalte, die lediglich für den Eigenbedarf produzieren. Für Tätigkeiten in anderen Sektoren gibt es nur sehr begrenzte Möglichkeiten. Etwa 18 Prozent der Bevölkerung gelten nach Angaben der Weltbank als unterernährt, fast 40 Prozent der Kleinkinder leiden aufgrund chronischer Mangelernährung unter Wachstumsverzögerungen. 

Das wollen wir erreichen

120 extrem arme Familien werden in verschiedenen Lebensbereichen gefördert, um die Grundbedürfnisse der Familien zu decken. Es werden Einkommensquellen aufgebaut, Zugang zu Spar -  und Kreditgruppen hergestellt und die soziale Integration gefördert. Das Programm richtet sich an Frauen aus absolut armen Haushalten, die die Hauptverantwortung für sich und ihre Kinder tragen und zu den ärmsten Mitgliedern ihrer Ortsgemeinschaften gehören. Ebenso werden Kinder und Jugendliche begleitet, die die Hauptverantwortung für ihren Haushalt tragen, da es in Malawi aufgrund von HIV/AIDS eine vergleichsweise hohe Anzahl an Haushalten gibt, in denen Minderjährige ohne Eltern leben. 

Die Erreichung dieses Fundaments wird „Graduierung“ genannt. Entwickelt wurde das Konzept in Bangladesch durch die Organisation BRAC. Für das Pilotprojekt in Malawi wird Opportunity International Malawi durch BRAC beraten und über die gesamte Pilotphase hinweg begleitet.


Ich bin Witwe und Mutter von sechs Kindern. Ich versuche etwas zu verdienen, indem ich Wasser für Backsteinmacher trage. 

Eliza F., potentielle Teilnehmerin des Programms

Was wir tun

  • Auswahl der Familien
    In den ausgewählten Gemeinden werden im Rahmen von Nachbarschaftsveranstaltungen alle Haushalte in einer sog. Wohlstandsskala eingestuft. Das Projektteam besucht die ärmsten Haushalte, bei denen eine Frau oder ein/e Minderjährige/r die Verantwortung für die Familie trägt. Wird eine extreme Armut festgestellt, wird die verantwortliche Person zur Teilnahme am Projekt eingeladen.
  • Zwei Jahre Training und begleitende Schulungen
    Die Projektteilnehmenden werden darin geschult, wie man ein Kleinstunternehmen aufbaut, um damit genug Einkommen zu erwirtschaften. Sie lernen Rücklagen zu bilden und sinnvoll einzusetzen, Grundlagen über Gesundheit und Hygiene, erweitern ihre sozialen Kompetenzen und entwickeln Pläne für die Zukunft. Wöchentliche persönliche Coachings helfen dabei. 
  • Kleinstunternehmen zur Einkommensgenerierung
    Die Projektteilnehmenden wählen zwei wirtschaftliche Aktivitäten, im Bereich Viehzucht oder Kleinhandel. Für die gewählte Aktivität erhalten sie eine Grundausstattung und bauen diese mit Begleitung und Schulung zu dauerhaften Einkommensquellen auf.
  • Fördergelder für sechs Monate
    Da die einkommensschaffenden Aktivitäten am Anfang viel Zeit in Anspruch nehmen und noch keine hohen Erträge generieren, bekommen die Familien die ersten 6 Monate ein wöchentliches Unterstützungsgeld in Höhe von ca. CHF 4.50 zur Deckung ihrer Grundbedürfnisse. 
  • Lokale Spar- und Kreditmöglichkeiten werden angeboten
    Teilnehmende Haushalte und Nachbarn gründen gemeinsam eine transparente Spar- und Kreditgruppe. Damit wird Vertrauen zwischen den teilnehmenden Haushalten und ihren Nachbarn aufgebaut, um die soziale Ausgrenzung der Familien zu beenden. 
  • Wöchentliche Coachings und Schulungen
    Während der wöchentlichen Besuche durch Mitarbeiter unserer Partnerorganisation, werden passende, individuelle Lösungen gefunden und Pläne für die Zukunft geschmiedet. Das Selbstvertrauen der Projektteilnehmenden wird Stück für Stück aufgebaut.






Dieser Ansatz hilft, die positiven Veränderungen der Projektteilnehmer langfristig zu sichern. 

Erfahrungen in Haiti und anderswo zeigen: 95% der teilnehmenden Haushalte haben im Anschluss eine bessere Lebensqualität.


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Malawi: Ernährung und Einkommen für extrem arme Familien

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