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Ghana: YAP - Der Jugend eine Chance

Eine Berufsausbildung können sich nur wenige leisten. Ohne diese sind die Jugendlichen chancenlos. 

Projektinfo

Ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft

Knapp die Hälfte der Jugendlichen in Ghana hat keinen Beruf erlernt, arbeitet im informellen Sektor und hat daher kein regelmässiges Einkommen. Besonders prekär ist die Situation für junge Frauen und Mädchen, die von den Eltern mit finanziellen Schwierigkeiten als erste aus der Schule genommen werden, damit sie im Haushalt mithelfen oder ihre Familie mit Gelegenheitsarbeiten unterstützen können. Durch das niedrigere Bildungsniveau sind diese jungen Frauen dann besonders von der Arbeitslosigkeit betroffen. Ohne Bildung und gesicherte Arbeitsstelle haben die Jugendlichen wenig Perspektiven – die Folgen können frühzeitige Schwangerschaften, Armut und Kriminalität sein.

Im Youth Apprenticeship Programme (YAP) erhalten arbeitslose Jugendliche in Ghana eine dreijährige handwerkliche Berufsausbildung. Benachteiligte Jugendliche erhalten damit die Chance, ausserhalb des informellen Wirtschaftssektors Fuss zu fassen. 

Das wollen wir erreichen

In der YAP-Lehre werden die Jugendlichen bspw. zur Coiffeuse, Schneiderin, Köchin, zum Automechaniker, Schreiner oder Metallarbeiter ausgebildet. Zudem erhalten sie in regelmässigen begleitenden Workshops Schulungen zu betriebswirtschaftlichen Themen (Buchhaltung, Betriebsführung, Zeitmanagement) und Life Skills (Entscheidungsfähigkeit, Durchhaltevermögen, Gesundheitsfragen, Bürgerrechte, christliche Werte). Mit der offiziellen Abschlussprüfung erhalten die Jugendlichen die staatlich anerkannte Berufslizenz. Erfahrungsgemäss bestehen bis zu 90 Prozent der Absolventinnen und Absolventen die Abschlussprüfung. Etwa zwei Drittel beantragen anschliessend einen zinsfreien Start-up-Kredit, um ein eigenes Kleingewerbe zu gründen. Die anderen Jugendlichen arbeiten in ihrem Lehrbetrieb weiter oder finden eine Arbeitsstelle.

YAP hat mein Leben verändert. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal eine Ausbildung machen darf.

Regina E., in Ausbildung zur Schneiderin

Was wir tun

  • Öffentlichkeitsarbeit zur Rekrutierung von Lehrmeister/innen und Auszubildenden.
  • Orientierungstreffen und Berufsberatungsworkshop für zukünftige Auszubildende mit Lehrmeistern, Eltern und Programmkoordinator.
  • Bezahlung der Ausbildungskosten für die dreijährige Berufslehre (in Ghana bezahlt man noch „Lehrgeld“).
  • Ausbildungswerkzeuge und -materialien für die Jugendlichen (Kämme, Bürsten, Nähmaschinen, Nadeln, Hammer, Meissel, Werkzeugkisten). Diese Materialien bleiben im Besitz der Auszubildenden.
  • Alle zwei Monate Kontrollbesuche der Lehrbetriebe durch die YAP-Betreuer/in (prüfen des Ausbildungsstands, Beziehung zwischen Lehrmeister/in und Auszubildenden, Arbeitsleistung, Herausforderungen).
  • Begleitende Workshops mit Schulungen zu Betriebswirtschaft, Gesundheitsthemen und Life Skills.
  • Schulungen für die Lehrmeister/innen in didaktischen Methoden und Umgang mit den Auszubildenden.
  • Auszahlung einer Unterstützungsreserve für 10% der Auszubildenden in wirtschaftlichen Notlagen.
  • Finanzierung und Vorbereitung der Abschlussprüfung und der anschliessenden Abschlussfeier mit Urkundenübergabe.
  • Möglichkeit nach erfolgreicher Abschlussprüfung, einen zinsfreien Start-up-Kredit zu erhalten.