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Nordindien: Gesundheit für Dorfgemeinschaften

Indien: Lebenswichtige Gesundheit und Hygiene

Projektinfo

Mangelnde Gesundheitsversorgung

Der Bundesstaat Uttar Pradesh ist Indiens bevölkerungsreichster Staat. 30 Prozent der Einwohner leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Die Armut hat auch negative Auswirkungen auf die Gesundheitssituation der Menschen. Viele Menschen können sich bei Bedarf eine medizinische Versorgung nicht leisten. Auf dem Land gibt es nur wenige öffentliche Spitäler oder andere medizinische Einrichtungen. Aufgrund fehlender gesundheitlicher Aufklärung, mangelndem Zugang zu Gesundheitsversorgung und unzureichender sanitärer Infrastruktur sterben Menschen an eigentlich gut behandelbaren oder gänzlich vermeidbaren Krankheiten. Wegen des geringen Bildungsstandes der Dorfbevölkerung ist das Hygiene- und Gesundheitsbewusstsein unzureichend. Die hohe Rate an Durchfallerkrankungen und die mangelnde Behandlung tragen unter anderem zur hohen Kindersterblichkeit bei.

Das wollen wir erreichen

  • Verbesserung der Gesundheits-, Ernährungs und Hygienesituation in den Dörfern durch die Schulung von 100  Gesundheitsberaterinnen
  • Versorgung der weiblichen Dorfbevölkerung mit Hygieneprodukten durch die Gesundheitsberaterinnen
  • Zugang zu staatlichen Hilfen und Mikrokrediten für den Bau von 400 Toiletten
  • Überweisung in ein Spital bei akut medizinischen Notfällen sowie bei chronischen Krankheiten

    Insgesamt sollen 37'500 Familien von den Massnahmen profitieren.

Meine Familie und die Dorfbewohner wissen von mir wie man richtig die Hände wäscht.

Aneeta D., Gesundheitsberaterin

Was wir tun

Im Rahmen dieses Hilfsprojekts werden 100 Kleinunternehmerinnen zu Gesundheitsberaterinnen ausgebildet. Die Frauen erhalten Trainings zur Gesundheitsprävention, gesunder Ernährung und zu Hygiene. Anschliessend geben sie ihr Wissen in Form von Gesundheitsschulungen an die Frauen in ihren Dörfern weiter. Die Gesundheitsberaterinnen helfen den Dorfbewohnern ausserdem bei der Beantragung von staatlichen Subventionen und Mikrokrediten für den Toilettenbau, um die Hygienesituation in den Dörfern zu verbessern.

Über die Projektlaufzeit hinaus dienen die Gesundheitsberaterinnen mit ihrem Wissen als Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen und Notfällen. Zusätzlich lernen die 100 Gesundheitsberaterinnen, wie sie mit ihrem Wissen im Gesundheits- und Hygienebereich einen zusätzlichen Verdienst erzielen können. So sind sie nach ihrer Ausbildung in der Lage, beispielsweise durch den Verkauf von Hygieneartikeln, ihr Einkommen zu verbessern.

100 Gesundheitsberaterinnen und -unternehmerinnen schulen 50'000 Frauen. Bei durchschnittlich fünf Personen pro Familie profitieren so etwa 250'000 Menschen von neuem Gesundheits- und Hygienewissen.