CLM KAM IM RICHTIGEN MOMENT

17. April 2019

Yvette ist seit Ende 2016 Teilnehmerin des CLM-Programms. Bisher hat die Teilnahme ihr und ihrer Familie viel ermöglicht. Sie zählte damals zu den sogenannten ultra-poor, den Ärmsten der Armen. Es gab für sie, ihren Mann und ihre drei Kinder keine regelmässigen Mahlzeiten und kein geschütztes Zuhause. Zu Beginn wählte Yvette mit dem CLM Programm als Lebensgrundlage zwei Ziegen und ein Schwein. Das anfängliche wöchentliche Fördergeld, half über die schwierigste Zeit hinweg. Die persönliche Betreuung durch die Case Managerin waren für Yvette und ihren Mann sehr hilfreich. Sie haben gelernt, wie man mit den Tieren umgeht, wie man kleines, wirtschaftliches Wachstum erreicht und auch, wie man in der Familie zusammenhält. Heute geht es Yvette und ihrer Familie um einiges besser. Das Schwein hat sie inzwischen verkauft und dafür u.a. ein Ferkel und eine Ziege gekauft. Den Rest haben sie für die Abzahlung des Grundstücks, auf dem ihr Haus steht, benutzt. Auch Yvettes Ehemann, ein Kleinbauer, konnte etwas Geld in besseres Saatgut für Mais und Bohnen investieren. Mit Erfolg: die Ernten wurden immer besser. Jetzt ernten sie 5 statt 2 Eimer. Sie konnten die Kinder in eine bessere Schule schicken, in der bessere Lehrer zuverlässiger arbeiten. Schon bald sind sie in der Lage den Boden im Haus mit Zement zu befestigen und das Haus zu streichen.

Das CLM-Programm verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Ziel dieses Ansatzes ist es, besonders armen Familien einen ersten Entwicklungsschritt und damit auch den Zugang zu eher traditionellen Entwicklungshilfeprogrammen (wie z.B. Mikrofinanzierung) zu ermöglichen, von denen sie aufgrund ihrer extremen Armut nicht profitieren können.

  1. Durch die Ausübung von zwei unternehmerischen Aktivitäten wird ein regelmässiges Einkommen erwirtschaftet. Somit sind die Begünstigten in der Lage, ihre Familien zu ernähren und ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.
  2. Durch die ausgegebenen Materialien zur Verbesserung der Wohnsituation und zum Bau von Latrinen wird sicherer Wohnraum für die Familien geschaffen und ihre Gesundheits- und Hygienesituation verbessert.
  3. Durch die Schulungen verbessern die Teilnehmer/innen ihre Kenntnisse in den Bereichen Viehzucht, Gemüseanbau, Umgang mit Geld, Organisation ihrer kleinen Unternehmen und verschiedene andere Lebenskompetenzen. Sie haben konkrete Zukunftspläne und nehmen sich als Menschen mit Fähigkeiten wahr, die aus eigener Kraft etwas erreichen können. Diese Fähigkeiten geben sie an ihre Familienmitglieder weiter.

Für Yvette und ihren Mann kam diese Hilfe genau zur richtigen Zeit. Als ganze Familie konnten sie einen grossen Schritt aus der Armut heraus machen und sind hoffnungsvoll für weitere Entwicklungen in der Zukunft.

CLM Projekt