Mit dem Velo durch ganz Europa gefahren

Jonas Keller legte 14’000 Kilometer zurück und bereiste 15 Länder in ganz Europa. 

j2Am 2. Mai hat sich Jonas auf den Weg gemacht. «Es war eine unglaubliche Erfahrung», sagt der 39-Jährige. «Ich mag diese Art der Fortbewegung sehr.» Er radelte von der Schweiz aus nach Frankreich, England, Irland und Schottland, der Ostseeküste entlang und dann durch Polen, die Tschechische Republik, Rumänien und Bulgarien bis ans Schwarze Meer. Auf seiner Tour hat er viel Spannendes erlebt, auch stürmische Nächte im Zelt. Manchmal hat Jonas zwar auch in Hostels und Hotels geschlafen. «Mehr als die Hälfte der Nächte verbrachte ich aber im Zelt.» Auch stürmische Nächte in Schottland habe er gut überstanden.

j1«Bei leichtem Regen war die Fortbewegung auf dem Velo schon möglich, aber wenn es wirklich schüttete, habe ich manchmal auch aufs Fahren verzichtet», sagt Jonas. So konnte er sich auch immer wieder mal Zeit nehmen, um Städte zu erkunden – London, Wien, Prag oder Bukarest sind nur einige der Orte, die er auf seinem Weg besichtigt hat.
big-benUnterwegs hat er auch zahlreiche Bekanntschaften geschlossen: «Viele Leute interessierten sich sehr für mein Vorhaben.» Manchmal sei die Verständigung zwar eher schwierig gewesen, aber überall sei er sehr freundlich aufgenommen worden. Insgesamt hat Jonas rund 14’000 Kilometer durch ganz Europa zurückgelegt. «Wenn ich mir das so auf der Karte anschaue, merke ich erst, was das für eine wahnsinnige Strecke war», sagt er lachend. An seine Grenzen gekommen sei er nie. «Ab und zu war es schon anstrengend, aber ich konnte mir die Etappen gut einteilen.»

Durchschnittlich hat er pro Tag zwischen 80 und 90 Kilometer gemacht; das Maximum waren 135 Kilometer an einem Tag. Je nach Gelände und Wetter kam Jonas besser oder weniger gut voran. «In Schottland nahm ich einmal einen Umweg, weil ich nicht auf der Autostrasse fahren wollte», erzählt er. «Dann musste ich mein Velo während fast zwei Stunden durch den Sumpf stossen. Das war schon kräftezehrend aber gerade diese Erlebnisse bleiben mir in besonderer Erinnerung.»

Seine Reise hat Jonas nicht nur für sich selbst gemacht, sondern auch für arbeitslose Jugendliche in Westafrika. Die Tour hat er als Anlass genommen, Geld für das Berufsausbildungsprogramm in Ghana zu sammeln. Bis jetzt kamen rund 8’000 Franken zusammen.

 

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